Der Täter habe „leere Einbände und Kopien anstelle der Originalpublikationen hinterlassen“, erklärte die mittlerweile entlassene Bibliotheksleiterin Anna Wolodko am Dienstag in einem Onlinedienst. Auf diese Weise seien bis zu 80 Bücher entwendet worden, hieß es weiter.
„Wir vermuten, dass die Diebstähle auf Anfrage erfolgten“, erklärte Wolodko. Es handele sich ausschließlich um Bücher in russischer Sprache aus dem 19. Jahrhundert, wie man sie häufig „in den Angeboten von Auktionshäusern und Antiquitätengeschäften findet, die auf dem russischen Markt tätig sind“, fügte sie hinzu.
Die Bibliothek habe den Diebstahl der Polizei gemeldet und „alle notwendigen Schritte“ unternommen, um die Tat aufzuklären, erklärte Wolodko. Die Universität Warschau gab am Dienstag die Entlassung der Bibliotheksleiterin bekannt. Die „Personalentscheidung“ stünde im Zusammenhang mit dem „Diebstahl von mehreren Dutzend Objekten“ aus der Bibliothek, hieß es in einer Erklärung der Universität.